So recht wollte ich es nicht glauben, was n-tv da unter "Werbung muss sein" zum Besten gibt.
Wenn Werbung nevt, dann hat das zumeist Gründe. Wenn ich als Anbieter feststelle, dass meine Nutzer mit der von mir gewählten Finanzierung durch Werbung nicht (mehr) glücklich sind, starte ich den Prozess, Alternativen zu finden. Wenn ich als klassischer Medienanbieter wie n-tv in den Zeiten des "user-generated content" und der "Grassroot News" eingeschnappt reagiere und mit meinen Nutzer nach dem Friss-Oder-Stirb-Prinzip verfahre, dann riskiere einen Totalschaden. Ich habe diesen Artikel erst heute entdeckt, auch wenn er schon knapp ein halbes Jahr auf n-tv.de veröffentlicht ist; offensichtlich war das also kein redaktioneller Schnellschuss oder der Fauxpass eines einzelnen Mitarbeiters.
n-tv steht also wohl fest zu dieser Aussage:
Den Einsatz von Software zum Ausblenden bzw. Unterdrücken von Werbung
können und wollen wir nicht unterstützen. Solche Programme führen daher
dazu, dass die Seite nicht oder nur teilweise nutzbar ist.
und weiter heißt es:
Natürlich können wir den Einsatz nicht verbieten. Das gilt aber auch
für Schwarzfahren oder an der Supermarkt-Kasse vorbeimogeln. Wenn Sie
unsere Seite nutzen wollen, sollten Sie auch unser Geschäftsmodell
akzeptieren: Die Finanzierung durch Werbeeinahmen. Es ist eine Frage
des Anstands und des guten Benehmens, auf den Einsatz von Werbeblockern
zu verzichten.
Na, wer will denn da gleich eingeschnappt sein?
Mehr...