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Das dreidimensionale Internet - Quatsch in 3D

3. Juli 2008 10:31 von Marc Stoecker

Dafür unterbreche ich doch gerne mal die Sommerpause: Das "Magazin Wirtschaft" (07/2008, Seite 26) der IHK Stuttgart bringt einen Beitrag zum 3D-Internet, das die Einkaufswelt revolutionieren soll. Vom "Anfassen" und "Begreifen" ist die Rede. Von langlebigen Investitionsgütern, die Verbraucher ungern im 2D-Web kaufen und daher das 3D-Web wie gerufen kommt. Was genau dieses 3D-Web sein soll, ist nie so richtig herauszufinden. Nur einmal, da fällt es, das 3D-Web-Zauberwort: "Second Life".

So soll der Verbraucher also 3D-Shoppen; virtuelle Möbel mittels ebenfalls virtuellem Ich (Avatar) probewohnen. Das soll dann das reale Anfassen und Probesitzen ersetzen. Was für ein Blödsinn! Die 90er sind vorbei; der Quatsch auch. VRML hat nicht abgehoben, Second Life auch nicht. Warum nicht? Aus vielerlei Gründen - sicherlich lag es auch daran, dass spezielle Anwendungen (zusätzlich zum Web-Browser) erforderlich waren.

Im Kern aber geht es darum, dass 3D-Darstellungen auf 2D-Oberflächen (Bildschirm) generell völlig untauglich sind, die haptisches Wahrnehmung zu ersetzen. Ob die Fotos ungeschickt sind oder das gerenderte 3D-Modell ungeschickt umgesetzt ist kommt letzlich auf das Gleiche heraus: Kein Verkauf oder ein Verkauf mit Retoure. Dritte Dimension hin oder her.

"Ein virtuelles Möbelhaus lädt zum Probewohnen ein" - Da frage ich mich, wieso es kein "Kopfschüttel-Blog" für Business-Themen gibt ... ;-)

 



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